Azubi-Blog 14. Juni 2017

14.06.2017

Hallo liebe REHA VITA Freunde, heute schreibe ich meinen kompletten Bericht über mein dreiwöchiges Auslandspraktikum in Malta. Viel Spaß beim Lesen, Eure Claudia.

WEEK ONE

Die erste Woche meines Auslandspraktikums beginnt. Am 30.04.2017 ging es mit einer Boing 737 von Berlin Tegel über München und schließlich nach Malta, Luqa. Dort wurde ich gleich von meinem Mentor George abgeholt und es ging nach Rabat in eine WG. Die Wohnung ist für maltesische Verhältnisse sehr modern ausgestattet und besteht aus 3 Zimmern mit je 2 Betten und einem großen Kleiderschrank. Zusätzlich gab es eine Waschmaschine, eine Küche mit Gaskochfeld und 2 Bäder. Während meiner ersten Woche bestand die WG aus insgesamt 4 Deutschen.

Gleich am 1.Mai, der in Malta auch ein public holiday ist, ging es mit dem Schiff auf die Nachbarinsel Gozo. Bei herrlichem Sonnenschein und Temperaturen über 25 Grad war die Besichtigung der kleinen Insel sehr angenehm. Ich besichtigte die Hauptstadt Victoria mit der Cittadella, die Stätte des eingestürzten Arc Window und die Stellen bei denen aus dem Meer Salz gewonnen wird. Auch eine kleine Bootstour raus aufs Meer mit azurblauem Wasser lies ich mir nicht nehmen. Am Dienstag begann dann mein erster Arbeitstag im Dar Saura, einem Altersheim in Rabat. Mit nur 15 Minuten Fußweg war es auch kein weiter Weg bis dorthin.

Ich war in der Verwaltung eingeteilt und durfte in der ersten Woche das Haus, die Mitarbeiter und Bewohner kennenlernen und auch gleich anfangen zu arbeiten. Meine Aufgaben bestanden aus dem Begrüßen und Verabschieden von Besuchern an der Rezeption, dem Beantworten von Fragen und den ersten Umgang mit der elektronischen Patientendatenbank und der Personalplanung. Alles natürlich auf Englisch. Begonnen habe ich täglich zwischen 8:30 Uhr und 9 Uhr bis ca. 15 Uhr und am Donnerstag bis 18 Uhr, wegen des Activity Days.

Nach Feierabend ging es Einkaufen und oft die Insel erkunden. Mit dem öffentlichen Bus konnte man in 1,5h überall hinfahren. In meiner ersten Woche schaute ich mir die Silent City Mdina und die neue Hauptstadt Valletta an. Die kleinen Gässchen und die bunten Türen und schmalen Balkone haben es mir besonders angetan. Am Donnerstag durfte ich bei der Nachmittagsaktivität helfen. Das Thema „Maltese Day“ wurde mit typischer Musik und maltesischen Köstlichkeiten umrundet. Die Mitarbeiter und Bewohner haben diesen Tag sehr genossen und ich bekam die Gelegenheit auch die anderen Erasmusstudenten aus Frankreich und Spanien kennenzulernen. Am ersten Wochenende ging es dann mit meiner Mitbewohnerin ins Popeyes Village. Dort wurden die alten Popeye-Filme mit Robin Williams gedreht. Durch die bunten Häuser konnte man sich super vorstellen, wie die es wohl als Schauspieler gewesen war, dort zu arbeiten.

WEEK TWO

Nachdem meine erste Woche schon so aufregend war, freute ich mich umso mehr auch auf diese. In der Verwaltung wurde ich immer sicherer und ich habe neue Verantwortungsbereiche bekommen. So durfte ich unter anderem die Personalplanung fast ganz allein übernehmen und bekam die Aufgabe die elektronische Patientendatenbank auf Vollständigkeit zu überprüfen und gegebenenfalls zu ergänzen. Zudem schrieb ich „Memos“, also kleine englische Hinweise im Haus, dass über die  bevorstehenden Wahlen nicht gesprochen werden darf. Somit kann kein Bewohner beeinflusst werden, denn jeder ist hier wahlberechtigt. Da es sich um eine katholische Einrichtung handelt, kam jeden Morgen der Pfarrer und hielt eine kleine Predigt. Die gläubigen Malteser genossen seine Anwesenheit und sangen die maltesischen Lieder fröhlich mit.

Insgesamt leben 63 Bewohner in Dar Saura, von denen jeder einen kleinen abgegrenzten Wohnbereich besaß. Diese entsprechen allerdings nicht den Standards die wir hier in Deutschland gewohnt sind: Alles ist  etwas älter und teilweise gibt es auch keine Fenster und die Wohnbereiche sind nur durch einzelne Trennwände separiert.

Das Leben eines Bewohners findet hauptsächlich auf dem Hauptgang statt. Hier wird getanzt, gesungen und sich unterhalten. Nach Feierabend bin ich oft in den nächsten Bus gestiegen und habe die Insel weiter erkundet. Schon allein in der Hauptstadt Valletta gab es noch so vieles zu besichtigen, wie zum Beispiel die von innen vergoldete St. Pauls Co Cathedral oder der Glockenturm „Siege Bell Memorial“. Den wohl besten Kuchen der Insel habe ich dann im Tea Garden in Mdina mit herrlichem Ausblick über die gesamte Insel genossen.

Um Malta auch von unten zu besichtigen und um auch ein wenig Abkühlung von den teilweise über 30 Grad und sehr hohen Lufttemperaturen zu bekommen, besichtigte ich die berühmten St. Paul’s Catacombs, die sich sogar in unmittelbarer Nähe meiner Arbeitsstätte befinden. Am Wochenende habe ich dann einen gemütlichen Abend mit Erasmus-Studenten aus Tschechen, Spanien, Frankreich und Deutschland in Birkirkara genossen. Einzige Bedingung: Es darf nur Englisch gesprochen werden. Sonntag ging es dann zur Erholung an den Strand „Golden Bay“ der sich im Norden von Malta befindet. Dort lernte ich weitere Erasmus-Studenten aus Deutschland kennen. Wir haben zugleich eine Tretbootfahrt unternommen und das hellblaue Wasser und die strahlende Sonne genossen.

WEEK THREE

Meine letzte Woche des Auslandspraktikums hat begonnen. Auf Arbeit kann ich mich nun fast ohne nachzudenken auf Englisch unterhalten und bin auch sicher in meinen Aufgaben. Die Bewohner sind mir teilweise schon sehr ans Herz gewachsen und ich lerne sogar ein paar Brocken „Malti“. Meine Aufgaben wurden um das Überprüfen von Gehältern und Buchen dieser ergänzt. Zudem durfte ich auch die Schecks ins System eintragen. Die neuen Herausforderungen machen Spaß und ich würde gern noch länger bleiben und mehr lernen.

In dieser Woche gibt es neue Erasmusstudenten aus Deutschland im Dar Saura. Mit ihnen habe ich einen „Germans Day“ mit traditionellem Essen und ein paar Aktivitäten organisiert. Die Bewohner haben sich sehr gefreut und viele waren auch in der Lage ein paar deutsche Wörter zu lernen.

Nach Feierabend besuchte ich die Dingli Cliffs und den ältesten Garten der Insel (Buskett Garden). An meinem letzten Arbeitstag gab es eine emotionale Verabschiedung aller Mitarbeiter und das Versprechen, dass ich alle besuchen soll, sobald ich wieder auf Malta bin. Alle Zertifikate wurden ausgehändigt und etwas traurig habe ich so meinen letzten Arbeitstag vollendet. Am Freitagabend bin ich ein letztes Mal nach Valletta und Mdina gefahren um die Städte ein letztes Mal bei Nacht zu sehen.

Insgesamt war es ein ganz und gar großartiges Erlebnis und ich freue mich, dass ich dieses Praktikum absolvieren durfte. Ich habe viel gelernt und viele Erfahrungen sammeln können, die ich alle mit nach Deutschland genommen habe. Auf Malta werde ich bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein J


Und hier gibt es noch ein Bild von der Wandzeitung, die bei uns in der 1.Etage hängt.


 
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Bester AG 2015
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